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Ich denke, wir haben inzwischen alle akzeptiert, dass Phase 4 anders ist als alles, was wir bisher in dieser Saison erlebt haben. Die Meta ist eine völlig andere, und entsprechend wurde die Rangordnung der Teams mächtig durcheinander gewirbelt.

Für mich hat das auch mit ihrer verbleibenden Zeit zu tun. Das Ende der Saison rückt näher und Teams, die keine Chance mehr auf die Playoffs haben, wirken befreit – auf gewisse Art. Als hätte man ihnen die Last von der Schulter genommen, damit sie jetzt auf der Zielgeraden noch einmal alles geben können. Anderen Teams bleibt dieser Luxus dagegen verwehrt. Sie kennen das Ende ihrer Geschichten noch nicht. Jeder Teamkampf, jede Karte und jedes Match bringt sie den Playoffs ein Stückchen näher oder lässt ihre Chancen in immer weitere Ferne rücken. Diese Teams wollen nicht, dass es vorbei ist. Sie wollen mehr Zeit.

Woche 3 ist vorbei und sieben Teams haben es geschafft: Vancouver, New York, San Francisco, London, die LA Gladiators, Hangzhou und Seoul. Für alle anderen wird es langsam knapp.

1. Ich hätte nicht gedacht, dass wieder fünf Entscheidungskarten gespielt werden, so wie in Woche 2. Tatsächlich gab es sogar noch eine mehr. Erinnert ihr euch noch an den letzten Donnerstag? Irgendwie fühlt es sich so an, als wäre das Ganze schon eine Ewigkeit her. Vielleicht liegt das aber auch an all den grauen Haare, die ich bekommen habe, nachdem in drei der vier Matches Entscheidungskarten erzwungen wurden (und zwei Begegnungen mit einer erfolgreichen Aufholjagd endeten). Am Freitag kamen zwei weitere Entscheidungskarten inklusive einer dritten wilden Aufholjagd hinzu, bevor gestern schließlich Entscheidungskarte Nummer 6 gespielt wurde. Ich weiß nicht, ob sich schon jemand von der Aufregung erholt hat, aber es ist sicher nie zu früh, um alles noch einmal zu durchleben, oder?

Eine Rangliste der Entscheidungskarten von Woche 3:

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  1. Charge vs. Dynasty (3:2). Diese Begegnung hatte von Anfang an die Intensität eines Playoff-Matches, als sich beide Teams einen heftigen Schlagabtausch auf Ilios lieferten. In der zweiten Hälfte drehten Guangzhou richtig auf und bewiesen auf King's Row den längeren Atem. Auf Lijiang konnte Auswechselspieler Yiliang „Eileen“ Ou mit Doomfist und Sombra seinem Ruf als Geheimwaffe alle Ehre machte.
  2. Justice vs. Outlaws (3:2). Wahrscheinlich wundert sich der ein oder andere, wieso ich dieses Match so hoch platziert habe, denn beide Teams waren bereits chancenlos, was die Playoffs betrifft. Vielleicht war es aber gerade deshalb so großartig. Ohne wirklichen Druck von außen zeigten sich beide Teams noch immer motiviert und beeindruckten uns mit einem unberechenbaren Match voller Wendungen und herausragender individueller Spielzüge.
  3. Titans vs. Spitfire (3:2). Dieses Match war seltsam. Zum Beispiel gewannen London zwar die Eröffnungskarte (Kontrolle), verloren dafür aber die Angriffskarte. Es hätte der Vorgeschmack auf eine große Playoff-Begegnung sein können, aber irgendwie blieben beide Teams hinter den Erwartungen zurück. Vancouver zeigten insgesamt mehr von ihrem Können und besonders Unterstützer Ju-Seok „Twilight“ Lee konnte seiner Nominierung als MVP-Kandidat – insbesondere mit Ana – gerecht werden.
  4. Eternal vs. Fusion (3:2) Ein bittersüßes Ergebnis für Paris, die sich eigentlich die gesamte Saison über mit so einer Leistung hatten beweisen wollen. Georgii „ShaDowBurn“ Gushcha kann zwar nicht auf seine beständigste Saison zurückblicken, aber seine Heldentaten mit Pharah – obendrein gegen sein ehemaliges Team – haben ihm sicher gut getan.
  5. Gladiators vs. Fuel (3:2). Was Aufholjagden angeht, war dieses Match ein typischer Fall von: „Das Favoritenteam bleibt in der ersten Hälfte hinter den Erwartungen zurück, nach der Halbzeit ist es wie ausgewechselt.“ Zumindest Mei-Enthusiasten werden dieses VOD lieben, da fast durchgängig von beiden Teams die gleichen Zusammenstellungen eingesetzt wurden.
  6. NYXL vs. Spark (3:2). Ein Meilenstein für Hangzhou, ein kurzes Aufflackern von New York. Was die aktuelle Meta betrifft, wirken beide Teams weiterhin etwas verloren, konnten aber für unterhaltsame Momente auf Hollywood und Junkertown sorgen.

2. Am Anfang von Phase 4 habe ich mich noch gefragt, ob Vancouver und San Francisco den Affenzahn, den sie in den ersten drei Phasen an den Tag gelegt hatten, beibehalten können. Aber abgesehen von einer kleinen Schlappe der Titans wirken die beiden Monster der Pacific Division genauso siegeshungrig wie eh und je. Im Moment erleben wir sogar, wie sie alte Konventionen ablegen und mit kreativeren Strategien ziemlich erfolgreich sind.

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Am Anfang hatten Vancouver noch Probleme, sich auf die neue Meta einzustellen. Mit Chung-Hee „Stitch“ Lee in der Startaufstellung haben sie eine starke Mei-Reaper-Combo und auch Sombra-Zusammenstellungen scheinen ihnen zu liegen (wie wir während ihrer Verteidigung auf Hanamura gesehen haben). Am Sonntag holten sie sogar Min-Soo „SeoMinSoo“ Seo für Busan zurück und ließen ihn seine Zarya spielen.

Zarya gibt dem Team zusätzlichen Schaden und stärkt seine Überlebensfähigkeit, so die Spieler zu Insider Danny Lim. Obwohl sie die Karte 2:1 gewannen, klappte die neuen Aufstellung nach nur einem Trainingstag aber nicht so reibungslos, wie sie es sich vorgestellt hatten. Aber die Titans haben jetzt erst einmal eine Woche Pause, in der sich mit ihren Möglichkeiten genauer auseinandersetzen können.

S C H A D E N #ForceOfNature

Mit einer Bilanz von 24:2 haben sich die Titans auf der Setzliste für die Playoffs die Pole-Position gesichert. Es ist die jüngste Errungenschaft des Teams, das die gesamte Saison über seine Stärke unter Beweis gestellt hat, wie Flex-Tank Hyun-Woo „Jjanu“ Choi in seinem Interview nach dem Match erklärte.

„Wir sind als eins der acht Erweiterungsteams in diese Saison gestartet. Dass wir als neu gegründetes Team die Setzliste der Pacific Division anführen, ist wirklich etwas Besonderes“, erzählt er. „Außerdem können wir zeigen, dass wir neben der Doppel-Dreieraufstellung auch andere Zusammenstellungen beherrschen und überhaupt ein wirklich gutes Team sind.“

3. Zu Beginn von Phase 4 waren Shock bereits bestens auf die Veränderungen der Meta vorbereitet, was man von den meisten anderen Teams der Liga nicht behaupten kann. Anfangs haben uns ihre Anpassungen vielleicht überrascht, da die beiden MVP-Kandidaten des Kaders plötzlich nicht mehr Teil ihrer Startaufstellung waren. Die bisherige Bilanz von 4:0 scheint Cheftrainer Da-Hee „Crusty“ Park allerdings Recht zu geben.

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Shock waren technisch gesehen nicht auf einen Sieg über die Shanghai Dragons angewiesen. Aber nachdem sie von diesen im Finale von Phase 3 geschlagen wurden, tat der relativ entspannte Sieg am Freitag mit 3:1 sicher trotzdem gut. Grund für ihre Überlegenheit waren die überraschenden DPS-Aufstellungen, mit denen sie den Spielplan der Dragons im Keim erstickten. Ein Großteil der Zusammenstellungen baute dabei auf Dong-Jun „Rascal“ Kim und seinem Können mit Mei und Pharah auf – zwei Helden, für die er am Anfang seiner Karriere bekannt war.

Die gerechte Strafe kommt tatsächlich von oben. @Rascal

Nach dem Match erzählte er mir, dass er sich gefreut hat, seine alten Tricks auspacken zu dürfen. „Weil ich schon lange keine Schadenshelden mehr gespielt habe, hatte ich das Gefühl, dass ich den Kontakt zu vielen von ihnen verloren habe“, sagt er. „Aber jetzt, wo ich sie häufiger trainieren kann, und vor allem nach dem heutigen Sieg, bin ich deutlich selbstbewusster geworden.“

Rascal hat sich diese Saison dank seiner ultraflexiblen Heldenauswahl zu einem der wichtigsten Spieler von Shock entwickelt. Er bildet ein eindrucksvolles Duo mit Min-Ho „Architect“ Park, der in einer einzigen Phase gerade genug Höhepunkte für eine ganze Saison abliefert, nachdem er endlich in einer Meta spielen kann, die ihm liegt.

Laut Rascal sind Shock so erfolgreich in Phase 4 gestartet, weil sie für fast jede Aufstellung die richtigen Leute im Team hatten. „Jeder unserer Spieler ist super mit den Helden, die gerade in der Meta gespielt werden“, erzählt er mir. „Wir mussten bloß an unserer Koordination arbeiten.“

4. Shock scheinen Jay „sinatraa“ Won und Matthew „super“ DeLisi – die zwei erwähnten MVP-Kandidaten – nur noch in speziellen Situationen einzusetzen. Interessanterweise besteht ihre Hauptaufstellung dadurch jetzt aus fünf koreanischen Spielern, mit Ausnahme von Grant „moth“ Espe.

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Rascal muss lachen, als ich frage, wie sich dadurch ihre Ansagen verändert haben.

„Spielstrategische Ansagen machen wir auf Englisch. Im Eifer des Gefechts sprechen wir aber oft Koreanisch, wenn es um kleinere Sachen geht“, sagt er. „Moth hat ein bisschen Koreanisch gelernt, deswegen versteht er uns manchmal.“

Rascal lobt auch Moths Spielzüge mit Baptiste. Obwohl er den Helden selbst in der letzten Phase gemeistert hatte, musste er seinem Teammitglied keine Tipps geben. „Er hat den Helden komplett selbst einstudiert und weiß jetzt einiges mehr als ich. Tatsächlich ist es Moth, der mir neue Sachen beibringen kann!“

5. Es ist erstaunlich, was mit einem Team passieren kann, wenn man ihm Zeit lässt. Guangzhou haben sich seit Phase 1 mächtig weiterentwickelt und erinnern nicht im Mindesten an die unerprobte Truppe von Neulingen, mit der sie in die Liga gestartet sind. In dieser Woche sind Charge ihrem neu gewonnen Ruf als Eliteteam wirklich gerecht geworden. Sie haben die Nerven bewahrt und in einer Aufholjagd das Blatt gegen Seoul gewendet, bevor sie ihrem Killerinstinkt freien Lauf ließen und gegen NYXL mit 4:0 gewannen.

NYXL, ihr könnt so viel herumexperimentieren, wie ihr wollt. Trotzdem war das Match verdammt einseitig: Von allen Spielern, die mindestens 3 Karten in einem Match gespielt haben, hatte @owhappy2 mit 10,5 die drittbeste TS:T-Rate aller Zeiten (21 zu 2).

– Ben Trautman (@CaptainPlanetOW) 12. August 2019

Mit einer Matchbilanz von 5:1 in Phase 4 und 14:13 in der gesamten Saison sind Charge gut aufgestellt, um das Playoff-Qualifikationsturnier zu erreichen, wo sie fraglos zu den Favoriten zählen werden. Nächste Woche steht ihnen noch ein finales Match gegen Fuel bevor, die bereits das neunte Match in Folge verloren haben. Einst hatte Guangzhou fast der Ligarekord für die meisten Kartenniederlagen in Folge gedroht. Stattdessen blicken sie jetzt voller Hoffnung in die Zukunft, ein Umstand, den sie nur sich selbst zu verdanken haben.

6. Woran erkennt man, dass ein Team völlig entspannt ist und „einfach nur Spaß“ haben möchte? Justice haben das demonstriert, indem sie Symmetra auf Lijiang Tower – Nachtmarkt ins Rennen geschickt haben. Es ist nicht nur eine kreative, sondern auch effektive Aufstellung – Corey „Corey“ Nigra baute gegen Boston am Eingang zum Zielpunkt eine „Autowaschanlage“ aus Selbstschussanlagen auf und Ethan „Stratus“ Yankel hielt Gegner mit Meis Eiswall dann unter den Lasern fest.

Wenige Minuten zuvor konnte das Duo außerdem den Zielpunkt mit einem eindrucksvollen Einsatz von Photonenbarriere von Uprising zurückgewinnen:

@Corey_OW hat uns gesegnet. #OWL2019

Nach ihrem 3:2-Sieg über die Outlaws letzten Sonntag zuckte Corey bloß mit den Schultern und sagte auf seine liebenswerte Art: „Wenn wir 7:0 spielen, spielen wir 7:0.“ Ihr braucht noch einen Beweis, dass Spaß für ihn an erster Stelle steht? Während seines Interviews nach dem Match trug er keine Schuhe.

7. Was den Stress angeht, stehen die Spieler von LA Valiant am anderen Ende der Skala. Nach ihrem knappen 2:1-Sieg über Florida Mayhem am vergangenen Samstag stand den Spielern Erleichterung, Ungläubigkeit und blanke Nerven ins Gesicht geschrieben. Manche von ihnen schüttelten erst einmal ihre Arme und Beine aus, als könnten sie sich zum ersten Mal in dieser Woche wieder entspannen.

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Diese Anspannung kam nicht von ungefähr – Valiant mussten sich mit aller Kraft gegen das aufstrebende Team von Mayhem zur Wehr setzen, die ebenso wie Washington zum Ende der Saison noch einmal alles geben wollen. Zuerst war es Newcomer Beom-Jun „Gargoyle“ Lee, der Valiant mit Roadhog und einer Abschlepphaken-Genauigkeit von 93 % keinen einzigen Zielpunkt auf Hollywood einnehmen ließ. Er sorgte für den 1:1-Ausgleich, wodurch das Match in eine nervenaufreibende dritte Runde ging.

Junkertown war episch. Es war Valiants heldenhafter Sieg in der Verlängerung, der ihnen eine weitere Chance einbrachte. Es war Jeong-Woo „Sayaplayer” Ha, der fast unmögliche Zahlen zustande brachte:

Okay, Sayaplayer (@minon501) hat mit 42 Todesstößen gerade den Rekord für die meisten Todesstöße auf einer Karte gesprengt. Aber es geht noch weiter:

Die Nr. 1 der Liga, was den prozentualen Anteil von Eliminierungen angeht, die eigene Todesstöße sind, ist Logix (52 %). Auf Junkertown hatte Saya 60 Eliminierungen und 42 Todesstöße – DAS SIND 70 %!

Ein Hammerspieler #OWL2019

– BackpackMatt (@MattMersel) 10. August 2019

Und es waren Valiant, die beinahe der Piratenschiff-Aufstellung von Mayhem erlegen gewesen wären, hätte Seo-Young „Kariv“ Park nicht Sayaplayer mit einem Betäubungspfeil getroffen und so Floridas gefährlichste Waffe endlich ausgeschaltet. Damit verschaffte er LA den Sieg, den sie so dringend benötigt hatten.

Im Interview mit Insiderin Mica Burton war es Scott „Custa“ Kennedy, der diese Verzweiflung nach dem Match in Worte fasste: „Das restliche Mittelfeld zeigt in dieser Phase wirklich gute Leistungen und wir werden 14 Siege brauchen, um es ins Qualifikationsturnier schaffen. Wir müssen unsere verbleibenden Matches gewinnen, ohne Wenn und Aber. Wir müssen gewinnen.“

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8. NYXL befinden sich gerade in einer sehr, sehr seltsamen Situation. In vielerlei Hinsicht erinnert sie mich an die Saison 2018: Nachdem sie sich bereits einige Wochen vor Ende der Saison den ersten Platz in der Atlantic Division gesichert hatten, konnte das Team erst einmal durchatmen. Sie konnten herumexperimentieren und sich schon weit im Voraus auf die Playoffs vorbereiten. Vergangene Saison ging dieser Plan allerdings völlig in die Hose, denn als sie im Halbfinale gegen Fusion antraten und ihnen unterlagen, spielten sie steif und wirkten auf die Playoff-Meta alles andere als vorbereitet.

Diese Saison müssen sie noch höheren Ansprüchen gerecht werden – möglicherweise zu Unrecht. Gleichzeitig haben sie die Last früherer Niederlagen zu schultern und werden auch noch von den zwei Ungetümen der Pacific Division überschattet. Die Dinge haben sich im Vergleich zu 2018 geändert: Diese Saison sind NYXL nicht mehr das dominanteste Team der Liga, und bisher haben sie kein einziges Phasenfinale erreicht.

Letzten Freitag habe ich Hae-Seong „Libero“ Kim nach ihrem 3:2-Sieg über Hangzhou gefragt, wie es um die Mentalität des Teams steht. Er antwortete mir: „Jeder ist fokussierter und wir haben ein klareres Ziel vor Augen. In unserem Besprechungsraum steht eine Tafel, auf der wir die Tage bis zu den Playoffs zählen. Die Mentalität ist eine andere. Wir sind nicht besonders selbstzufrieden.“

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Ihr 2:3-Start in Phase 4 hat die Fans trotzdem nervös gemacht, zumal sie in zwei der drei Niederlagen vernichtend von Chengdu und Guangzhou geschlagen wurden – Teams, die noch immer um ihren Platz in den Playoffs bangen müssen. Offizieller haben NYXL erklärt, dass sie diese Zeit nutzen werden, um zu experimentieren. Libero hat mir das etwas genauer erklärt.

„Wir wussten, dass wir trotz möglicher Probleme am Anfang von Phase 4 ein klares Langzeitziel vor Augen haben“, erzählt er. „In den ersten zwei Wochen haben wir viel herumprobiert, deshalb fehlte uns eine wirklich gute Zusammenstellung – wir trainierten viele verschiedene Dinge. Wir sind noch immer ein bisschen verloren, aber wir haben etwas gefunden, das für uns funktioniert. Daran arbeiten wir gerade. Wir werden diese eine Sache perfektionieren, an der wir arbeiten. Dann könnten wir zu den besten Teams gehören.“

Er wollte mir nicht sagen, ob sie ihre Geheimwaffe bereits in einem Match eingesetzt haben – obwohl keine ihrer bisherigen Strategien darauf hindeutet.

9. In dieser Liga gibt es Fragezeichen mit den unterschiedlichsten Formen. NYXL sind zum Beispiel eine solche Form. Es gibt aber auch andere, die wir auch nach drei Wochen noch nicht enträtselt haben. Manche Teams können Mei nicht einsetzen (z. B. Chengdu und Shanghai), andere scheitern mit Hanzo. Einige sind noch immer am Experimentieren und vielen fehlt es an Beständigkeit (ihr wisst schon, wen ich meine). In einem so unbeständigen Umfeld ist es kein Wunder, dass die letzten Wochen zu den unvorhersehbarsten in der Geschichte der Overwatch League gehört haben. Schade, denn in gerade einmal zwei Wochen beginnen bereits die Playoffs. Hoffentlich findet noch jeder die Antworten, die er sucht.

Alle Matches der Saison 2019 werden live über overwatchleague.com, die App der Overwatch League, unseren Twitch-Kanal, MLG.com und die MLG-App übertragen und können dort auch online abgerufen werden.